0 In Fantasy & Science Fiction/ Gesellschaftsroman

‘Das Licht der letzten Tage’ von Emily St. John Mandel

★ ★ ☆ ☆ ☆  2 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

Ein Wimpernschlag, und die Welt ging unter. Eine Pandemie hat fast die gesamte Menschheit dahingerafft, doch selbst zwanzig Jahre danach geben die Überlebenden nicht auf. Obwohl Tod und Verfall ihre ständigen Begleiter sind, haben sie nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie erinnern sich an all das, was einst so selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass es für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg durch eine leere Welt werden sie von unerschütterlicher Hoffnung geleitet, denn sie wissen: Selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit.

|  R E Z E N S I O N  |

Eine Pandemie löscht den Großteil der gesamten Weltbevölkerung aus und nur ein Teil der Gesellschaft überlebt. Die Georgische Grippe breitet sich rasend schnell aus und die erkrankten Menschen sterben innerhalb von nur wenigen Stunden. Auch 20 Jahre danach hat sich die Gesellschaft kaum erholt: Ein jeder kämpft ums Überleben, man ist auch vor Überfällen nicht sicher und auch an altbekannten technischen Fortschritt ist immer noch nicht zu denken. Es bilden sich verschiedene Siedlungen, Städte und in einem Flughafen existiert sogar ein Museum, in dem Dinge der ‘alten Welt’ gesammelt und ausgestellt werden, um sich zu erinnern, wie schön es doch einmal war.

Dieser Inhalt klingt zunächst sehr spannend und deshalb ist der Roman auch bei mir eingezogen. Ich liebe die Serie ‘The Walking Dead’ und somit dachte ich, dass ich auch diesen Roman genießen würde, aber leider wurde ich enttäuscht. Im Prinzip konnte ich bis zum Ende keine wirklichen Hauptcharaktere ausmachen. Anfangs ging es um einen bekannten Schauspieler Arthur, der aber nur noch im Theater spielt und gleich im ersten Kapitel gestorben ist, dessen Vergangenheit aber immer wieder aus dem Nichts in laufenden Kapiteln dazwischen geworfen wurde, was ich einfach nicht verstanden habe. Dann waren plötzlich seine Exfrauen kurzzeitige Charaktere oder Kirsten, eine der Schauspielkollegen des Theaters, die damals als Kind den Tod von Arthur auf der Bühne hautnah mitbekommen hat und nun 20 Jahre danach mit einer “fahrenden Symphonie” den Menschen mit Theater und Musikaufführungen eine Freude macht. Die Idee der Symphonie an sich fand ich tatsächlich ganz schön, aber so wirklich interessant war auch das leider nicht geschrieben 🙁 Die anderen Mitglieder der Symphonie hatten auf einmal keine Namen mehr, sondern wurden nur noch als “Die Trompete” oder “Die Klarinette” nach ihren Instrumenten bezeichnet, sodass ich noch weniger Bezug zu den Charakteren hatte.

Alles in allem habe ich das Buch als ein heilloses Durcheinander empfunden. Nicht nur die fehlenden Hauptcharaktere haben mich gestört, sondern auch das ständige Hin- und Herspringen von der Vergangenheit in die Zukunft innerhalb von einem Kapitel ohne einen richtigen Zusammenhang habe ich einfach nicht verstanden. Ich musste mich wirklich durch den Roman quälen und habe glaube ich manchmal auch Seiten etwas überflogen, auch in der Hoffnung, dass es doch besser werden muss. Leider war dem nicht so und ich war wirklich kurz davor das Buch abzubrechen und das passiert mir tatsächlich äußerst selten. Somit kann ich abschließend nur sagen, dass es eins meiner Jahresenttäuschungen war und ich den Roman nicht empfehlen kann! Mich hat es schon fast geärgert, dass ich mich so lange damit aufgehalten habe, denn diese elende Geschichte hat bei mir auch irgendwie eine Leseflaute ausgelöst, die ich jetzt mit meinem neuen Buch endlich überwunden habe.

Hier geht es zum Buch: ‘Das Licht der letzten Tage’ von Emily St. John Mandel.

|  Z U R   A U T O R I N  |

Emily St. John Mandel, geboren 1979, wuchs an der Westküste von British Columbia in Kanada auf. Sie studierte zeitgenössischen Tanz an der “School of Toronto Dance Theatre” und lebte danach kurze Zeit n Montreal, bevor sie nach New York zog und anfing, für das literarische Online-Magazin “The Millions” zu schreiben. Sie lebt mit ihrem Ehemann in New York.

© Inhalt und Info zur Autorin Piper Verlag

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