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‘Spectrum’ von Ethan Cross

★ ★ ★ ★ ☆  4 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit dem FBI folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.

|  R E Z E N S I O N  |

‘Spectrum’ ist der Auftakt einer neuen Serie von Ethan Cross rund um den etwas außergewöhnlichen Dr. August Burke. Dieser wird im Buch als etwas “besonders” beschrieben, denn er hat eine Form von Autismus und ist in der Lage schnell und effektiv Zusammenhänge einer Situation zu erkennen, für die andere Leute mehr Zeit und Fakten benötigen. In diesem Auftaktsband lernen wir August Burke erst einmal kennen und auch die anderen Charaktere, Special Agent Samuel Carter und Detective Nic Juliano, die als Ermittler Hauptrollen übernehmen. Alle drei wachsen im Laufe der Zeit wirklich zusammen und bilden ein starkes Team. Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr viel hinzufügen, denn der wird ziemlich gut und prägnant auf den Punkt gebracht. 

Die Kapitel sind wie in den anderen Ethan Cross Thrillern relativ kurz und angenehm zu lesen, sowie aus wechselnder Perspektive geschrieben. So erfährt man nicht nur einige Hintergünde und Denkweisen der Ermittler, sondern auch die der Täter und Nebencharaktere, die in diesem Fall eine wichtige Rolle spielen. Am Anfang fand ich das in diesem Krimi allerdings etwas verwirrend, weil wirklich jedes Kapitel um jemand anderen ging und ich noch nicht so ganz den Durchblick der Haupthandlung und den dazugehörigen Personen hatte. Das hat sich aber dann doch schnell gelegt, denn ich fand es durchaus interessant die vielen Einblicke in die Gedanken und Emotionen der Leute zu bekommen.

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses neue Buch von Ethan Cross gefreut, weil ich die ‘Shephard-Reihe’ ja so unglaublich gut fand und ich wurde nicht enttäuscht! Insgesamt hat mir auch dieser Thriller sehr gut gefallen, denn es war eine ganz andere Art von Krimi – mehr auf der Psycho-Schiene und manchmal schon etwas verwirrend, wenn man nicht konzentriert liest. Hier ist wirklich jedes Detail wichtig und das hat aber auch gerade die Geschichte ausgemacht! Auch die Story ist ziemlich spannend gemacht und es ist wirklich interessant, was letztendlich hinter einem anfänglich “einfachen” Bankraub steckt. Ich ziehe allerdings einen Stern ab, weil es eben dennoch nicht eins meiner Lieblingsbücher wird, vielleicht doch wegen dem etwas anstrengenden Anfang oder dem extremen “um die Ecke denken”. Trotzdem gebe ich eine klare Leseempfehlung für alle Krimi und Thriller Liebhaber, denn Ethan Cross lohnt sich immer! Allerdings steht bisher glaube ich noch kein Termin für die Erscheinung der Folgebände fest und das ist dann schon etwas enttäuschend, wenn man die Reihe weiter verfolgen möchte.

|  Z U M   A U T O R  |

Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors, der mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Illinois lebt. International bekannt wurde er mit seinen Thrillern um den Serienkiller Francis Ackerman junior. Nun gönnt er diesem eine Pause und widmet sich in ‘Spectrum’ einem neuen Helden: dem genialen wie wunderlichen FBI-Berater August Burke.

© Inhalt und Info zum Autor Bastei Lübbe Verlag

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