0 In TV Stories

‚Tote Mädchen lügen nicht‘

★ ★ ★ ★ ☆  4 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die tot ist. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe haben zu ihrem Tod geführt, dreizehn Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …

|  R E Z E N S I O N  |

Nachdem diese Serie einfach in allen Social Media Netzwerken gehypt und auch ziemlich kritisiert wurde, habe ich die 13 Folgen auch recht schnell durchgesuchtet 😉 Zum Inhalt muss ich denke ich nicht mehr viel hinzufügen, denn der ist ziemlich klar. Also was halte ich nun von Hannah Baker und ihrer Geschichte?

Zunächst einmal finde ich das Thema der Story eigentlich sehr gelungen und es regt doch sehr zum Nachdenken an. Was verleitet einen jungen Menschen im Teeniealter zu so einem drastischen Schritt? Wie können Warnsignale übersehen worden sein oder warum haben es nicht einmal mehr ihre Eltern gemerkt? All diese Fragen werden zum Teil in dieser Serie beantwortet. Dennoch muss ich zugeben, dass ich die meisten von Hannahs Gründen zwar für sie persönlich in der Situation als unangenehm bezeichnen würde, aber es trotzdem für übertrieben halte, sich deshalb umzubringen. Ich denke, dass sicherlich einige Menschen in der Vergangenheit oder auch damals in der eigenen Schulzeit in gewisser Weise Hänseleien oder Ähnliches ertragen mussten, doch trotzdem immer einen Ausweg durch persönliche oder professionelle Hilfe gefunden haben.

Natürlich gibt es immer die „Opfer“, die wirklich alles abbekommen und vielleicht auch nicht ihrem Teufelskreis entkommen können und Hannah sieht sich als eines von ihnen. Ich denke, es könnte sogar heutzutage noch schwieriger sein diesem Mobbing zu entgehen, denn mittlerweile finden die anfänglichen Hänseleien oft auch im Netz in den Social Media Netzwerken als Cyber Mobbing statt.

Insgesamt finde ich die Serie schon recht gelungen, denn es wird eine klare Message gesendet und vielleicht soll gerade darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch recht „banale“ Hänseleien sich addieren und für jemand anderen schlimme Konsequenzen haben können. Die ganze Story war sehr echt gehalten, man hatte einfach das Gefühl hautnah wie im wahren Leben dabei zu sein. Auch die Schauspieler fand ich alle ganz gut gewählt, ich bin nur nicht so ein Fan von Clay, denn ich mag seinen Charakter einfach nicht so gerne. Außerdem hatte die Serie Suchtpotenzial, denn man wollte einfach Hannahs Geschichte weiter verfolgen und es wurde auch recht spannend dargestellt. Da Netflix schon verkündet hat, dass es eine zweite Staffel geben wird, werde ich diese sicherlich auch schauen, denn ich bin gespannt, wie die Charaktere nun mit allem Weiteren umgehen werden. Deshalb kann ich die Serie alles in allem wirklich weiter empfehlen!

Zu sehen gibt es bisher die 1. Staffel bei Netflix!

© Inhalt amazon.de

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply