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‚We were liars‘ von E. Lockhart

★ ★ ★ ★ ☆   4 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

Eine wohlhabende und angesehene Familie. Eine Privatinsel vor der Küste Massachusetts. Ein Mädchen ohne Erinnerungen. Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet. Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis. Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit.

|  R E Z E N S I O N  |

Als ich das Buch gekauft habe, wusste ich nicht genau worauf ich mich mit dieser Geschichte einlasse bzw. worum es genau in dem Buch geht. Allein die sehr vielen positiven Stimmen, die auf und in dem Buch vermerkt waren, haben mich zum Kauf überzeugt. Auf dem englischen Buch steht übrigens noch weniger Inhalt als auf der deutschen Ausgabe. Dennoch habe ich mir diesen relativ kurzen Roman ausgesucht und bekam eine sehr interessante Geschichte geboten.

In ‚We were liars‘ geht es um eine reiche und angesehende Großfamilie der US-amerikanischen Ostküste. In den Jahreszeiten von Herbst bis Frühling leben die Großeltern, ihre drei Töchter und deren Kinder in den Städten Bosten, New York City, Cambridge und Burlington. Nur jeden Sommer verbringen alle zusammen auf der kleinen Familien-Insel Beechwood Island vor der Küste von Massachusetts, auf der jeder sein eigenes Haus bewohnt. Die „Liars“, wie sich die drei ältesten Enkelkinder Cadence, Mirren und Johnny und dessen Freund Gat nennen, sind Mittelpunkt der Geschichte.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Cadence, der ältesten (wenn auch nur knapp) der „Liars“. Ich habe am Anfang etwas gebraucht, um dem Erzählstil flüssig folgen zu können. Cadence erzählt nicht nur aus ihrer Sicht, sie beschreibt zusätzlich auch ihre Emotionen zu verschiedenen Ereignissen sehr genau und benutzt viele Metaphern, um Situationen zu verdeutlichen. Mir kam es ein bisschen so vor als würde ich Cadence´ Tagebuch lesen, was meinen Lesefluss etwas gehemmt hat, aber dennoch eine interessante Abwechslung war.

Zu Beginn konnte ich mich nicht gut mit Cadence identifizieren, da sie (und auch die anderen „Liars“) mir zu launisch und zu missverstanden vorkamen – das typische Teenager-Verhalten, die Zeit, in der einem alles unfair vorkommt. Mit der Zeit konnte man allerdings einige Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen, da die nach außen scheinbar perfekte Familie Sinclair einige kleine und große Geheimnisse versteckt hält. Bis zum Schluss lag ich mit mehreren Theorien falsch, die ich selber gespinnt habe, was auf der Insel Schlimmes vorgefallen sein könnte und war völlig baff, als die Wahrheit ans Licht kam. Mit diesem Hintergrund sieht man viele Handlungen und auch Charaktere mit anderen Augen und möchte am Liebsten noch mal von Vorne beginnen, um nachzuvollziehen, wie man das übersehen konnte. E. Lockhart hat auf jeden Fall mit ‚We were Liars‘ einen spannenden und auch einen gesellschaftskritischen Roman verfasst, der ein schockierendes Ende hat.

Hier geht es zum englischen Buch: ‚We were liars‘ von E.Lockhart.
Hier geht es zum deutschen Buch: ‚Solange wir lügen‘ von E. Lockhart.

|  Z U R   A U T O R I N  |

E. Lockhart schrieb bereits in der dritten Klasse zwei Romane und es war schon immer ihr Wunsch Autorin zu werden. Daher studierte sie Literatur und Schreiben an der Vassar und an der Columbia University. Ihre Jugendbücher wurden bereits in über zehn Sprachen übersetzt und „Die unrühmliche Geschichte der Frankie Landau-Banks“ stand auf der Liste der bemerkenswertesten Jugendbücher 2008 der new York Times.

© Inhalt und Info zur Autorin amazon.de und lovelybooks.de.

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