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‚Die Erbin‘ von Simona Ahrnstedt

★ ★ ★ ★ ☆  4 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

Sie ist die Erbin einer großen schwedischen Familiendynastie. Er ein Emporkömmling aus der Arbeiterschicht. Sie kämpft um die Anerkennung Ihres Vaters. Er hat nur ein einziges Ziel: ihre Familie zu zerstören. In einer Welt, in der nichts zählt außer Macht, Geld und Status, treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und deren Liebe unmöglich ist.

|  R E Z E N S I O N  |

Natalia de la Grip ist die Vorzeige-Frau der schwedischen Oberschicht. Zumindest von ihrer äußeren Erscheinung ausgehend. Denn Natalia ist alles andere als nur die Hausfrau eines Grafen mit adliger Abstammung, die auf Cocktail-Partys nur über Mode, Charity und die nächsten Events plappert – Natalia will mehr vom Leben. Sie will die gleiche Anerkennung erfahren, wie sie ihre Brüder von ihrem Vater genießen – und einen Platz im Vorstand des Familienunternehmens Investum. Zu Anfang des Buches scheint Natalia auch auf dem besten Weg zu sein ihr Ziel zu erreichen. Sie arbeitet als erfolgreiche Beraterin in einer der größten Banken des Landes und hat sich als Frau in der Wirtschaftswelt einen Namen gemacht. Ihr einziges Hindernis besteht nur noch darin, ihren Vater zu überzeugen. Doch dann trifft sie auf den unheimlich attraktiven und klugen Risikokapitalanleger David Hammar, der ihr Privatleben und nicht zuletzt ihre Berufswelt auf den Kopf stellt und ein großes Geheimnis mit sich bringt.

Über 600 Seiten für eine Liebesgeschichte können eine gewaltige Hürde sein. Doch das hat sich nach den ersten Seiten schnell geändert, denn ‚Die Erbin‘ ist viel mehr als nur ein Liebesroman. Ich selber habe wenig mit der Wirtschaftsbranche zu tun, konnte mich aber durch die Beschreibungen von Simona Ahrnstedt gut einfinden und fand mit der Zeit die Berufe der beiden Protagonisten äußerst spannend. Ab der Hälfte des Buches kam die Geschichte einem Wirtschaftskrimi gleich, der bis zum Schluss unheimlich spannend war.

Die Beziehung zwischen Natalia und David hat mir gut gefallen. In diesem Roman treffen zwei Personen aufeinander, die einander ebenbürtig sind. Da kann die übliche Konstellation vom schüchternen Mädchen und dem bösen Bad-Boy nicht mehr mithalten. Klar, David Hammar sieht sehr gut aus und hat ein dominantes Auftreten, aber das verkörpert er mit Bedacht und Strategie, privat und auch im Bezug auf seine Firma und seine Geschäfte.

Als einzigen Kritikpunkt würde ich aufführen, dass mir persönlich aus zu vielen Perspektiven erzählt wurde und meiner Meinung nach zu viele Informationen von Nebencharakteren zu großen Anteil an Kapiteln eingenommen haben. Dabei handelt es sich, wie ich später rausfand, auch um die Protagonisten der nächsten beiden Bände von Simona Ahrnstedt. Trotzdem war es interessant auch andere Sichtweisen auf die Geschichte zu bekommen und einige Charaktere näher kennenzulernen.

Ich kann sagen, dass mir der Roman sehr gut gefallen hat. Wer nur einen Liebesroman erwartet, bekommt gleich einen spannenden Wirtschaftskrimi und einen Kriminalfall mitgeliefert. Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensionen, die ich gelesen habe, habe  ich das Ende keineswegs als zu klischeehaft empfunden, sondern gelungen und für die Geschichte passend.

Hier geht es zum Buch: ‚Die Erbin‘ von Simona Ahrnstedt.

|  Z U R   A U T O R I N  |

Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen ist ‚Die Erbin‘ ihr erster zeitgenössischer Liebesroman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden.

© Info und Inhalt zur Autorin LYX Verlag

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