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‚Bis ans Ende aller Tage‘ von Jodi Picoult

★ ★ ★ ☆ 3 1/2 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

Die Golds und die Hartes sind Nachbarn in einer wohlhabenden Stadt in New Hampshire und seit vielen Jahren eng befreundet. Ihre Kinder Chris und Emily wachsen miteinander auf. Von Kindesbeinen an sind sie unzertrennlich, bis sich diese innige Freundschaft in der High School in eine romantische Liebe verwandelt. Die Eltern sind zufrieden, da sie mit dieser Verbindung gerechnet haben. Doch dann bricht eine völlig unerwartete Tragödie über sie herein, die das Glück von Chris und Emily zerstört…

|  R E Z E N S I O N  |

Chris und Emily kennen sich schon ein Leben lang, denn ihre Eltern sind Nachbarn und ihre Mütter waren zur gleichen Zeit mit ihnen schwanger. Sogar bei Emilys Geburt war Chris als neugeborenes Baby dabei, da ihr Vater es nicht rechtzeitig geschafft hat und so seine Mutter als beste Freundin Beistand leistete. Für die Hartes und die Golds erfüllt sich ein Traum, denn aus der jahrelangen eher geschwisterlichen Beziehung von Emily und Chris entwickelt sich langsam eine sehr intensive Liebesbeziehung.

Doch dann kommt es zu einem schweren Schicksalsschlag, der beide Familien auseinanderreißt. Ich möchte hier nicht vorwegnehmen, was genau passiert ist, aber in dieser Familiengeschichte ist neben der unglaublichen tiefen Liebe zweier Teenager auch ein Verbrechen im Vordergrund, dessen Aufdeckung sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht.

Picoult schreibt auch hier wieder aus den verschiedensten Perspektiven aller Charaktere und das aus gegenwärtiger Sicht sowie der Vergangenheit. So bekommt man tatsächlich sehr viel mehr Input und kann die einzelnen Charaktere um einiges besser verstehen, aber man sieht auch das ein oder andere Dilemma vorher. Die Beziehung von Emily und Chris hat mich sehr beeindruckt, denn eine solche Reife ist bei Jugendlichen mit 17 Jahren nicht zu erwarten.

Das Buch habe ich an sich sehr schnell gelesen, da es immer auf eine Art und Weise spannend geblieben ist und auch der Schreibstil mir sehr gefallen hat. Allerdings war ich mit dem Ende nicht ganz glücklich. Ich habe das Gefühl, dass ich von dem Buch keinen richtigen Abschluss finde, da mich der Schluss eher bedrückt hat, als dass man die Geschichte am Ende zufrieden zur Seite legt. Ich wollte zwischendurch wirklich gerne in die Vergangenheit der Charaktere springen, um diese Tragödie zu verhindern. Trotzdem gebe ich eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne realitätsnahe Bücher lieben.

Hier geht es zum Buch: ‚Bis ans Ende aller Tage‘ von Jodi Picoult.

|  Z U R   A U T O R I N  |

Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, New York, zog nach ihrem Studium in Princeton und Harvard die Schriftstellerkarriere einer akademischen Laufbahn vor. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der sofort zu einem großen Erfolg wurde. Für ihren Roman wurde sie 2003 mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in Hanover, New Hampshire. ‚Beim Leben meiner Schwester‘ stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und war ihr großer Durchbruch auch in den USA.

© Inhalt und Info zur Autorin Piper Verlag GmbH

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