0 In 5 Sterne Bücher/ Gesellschaftsroman/ Liebesroman

‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘ von John Green

 

★ ★ ★ ★ ★  5 von 5 Sternen


|  I N H A L T  |

Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen und fühlen sich vom ersten Augenblick an vom anderen angezogen. […] Aber Hazel hat Angst. Sie will für niemanden eine tickende Zeitbombe sein, und genauso fühlt sie sich in ihrer Erkrankung. […] Was hier beginnt, ist eine der ergreifendsten und schönsten Liebesgeschichten der Literatur.

|  R E Z E N S I O N  |

Diese wunderschöne und dennoch so traurige Liebesgeschichte von Hazel Grace Lancaster und Augustus Waters hat mich zutiefst berührt. John Green schreibt wirklich sehr angenehm, relativ einfach, aber trotzdem so intensiv und emotional, dass ich sofort in die Geschichte eingetaucht bin.

Hazel Grace und Gus verbindet vom ersten Treffen an eine tiefe und innige Beziehung. Diese wächst von einer Freundschaft hinaus bis in die Liebe. Hazel ist die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte erlebt wird und aus deren Perspektive wir einen Einblick in das Leben eines todkranken Teenagers erhalten; ein Mädchen, das seit 3 Jahren einen unersättlichen Kampf gegen den Schilddrüsenkrebs führt.

„Ohne Leid würden wir nicht wissen, was Freude ist.“

Dieser Roman dreht sich vor allem um die beiden Hauptcharaktere, aber auch um Hazels Lieblingsbuch, das ungewöhnlicherweise für sie als Kranke ein „Krebsbuch“ ist und somit eine Geschichte in einer Geschichte die Handlung mitbestimmt. Außerdem schickt dieses Buch die beiden Liebenden auf eine weite Reise nach Amsterdam, die sehr außergwöhnlich und bewegend ist.

Hazels Erzählweise und ihre Gedanken sind zum Teil erschreckend negativ, wie zum Beispiel die Aussichtslosigkeit einer Genesung oder das ständige um Atem ringen, welches durch Metastasen in ihrer Lunge erschwert wird. Andererseits gibt es jedoch auch sehr humorvolle, lustige und wahnsinnig intelligente faszinierende Passagen, in denen Freundschaft, Liebe und Hoffnung aufkommen und in denen man die Krankheit mit ihren etwaigen Folgen vergessen kann.

„Okay, Hazel Grace? – Okay.“

Insgesamt muss ich sagen, dass ich sehr begeistert bin von diesem Buch. Es ist nicht nur eine Geschichte, die hier erzählt wird, sondern ein Leben. Es ist einfach so wahr und ehrlich geschrieben, dass mir beim Lesen auch einige Tränen gelaufen sind. Wirklich eine sehr bewegende Geschichte zweier junger Menschen! Am Ende wird für mich auch ein Denkanstoß gegeben, den man sehr philosophisch und rational, aber vielleicht auch auf eine traurige Art und Weise deuten kann: Welche Spuren bleiben von uns auf der Welt zurück, welche Erinnerungen?

Abschließend noch der Vergleich zum Film: Insgesamt ist dieser sehr gut gelungen, auch anfangs sehr nah am Buch, jedoch am Ende nicht mehr ganz so emotional und mitreißend. Fazit: das Buch ist der Sieger!

Hier geht es zum Buch: ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘ von John Green.

|  Z U M   A U T O R  |

John Green, geboren 1977, studierte Englische Literatur und Vergleichende Religionswissenschaft. Für seine Jugendromane wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Printz-Award, der CORINE und dem Deutschen Jugendliteraturpreis. John Green ist außerdem ein begeisterter Blogger, der gemeinsam mit seinem Bruder die Vlogbrothers gegründet hat. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Indianapolis.

© Inhalt und Info zum Autor Deutscher Taschenbuch Verlag

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